9 vermeidbare Fehler

Auf dieser Seite findest Du 9 vermeidbare Fehler, die Menschen mit Diabetes machen.

Natür­lich kann ich Dir nicht eine Lösung für alle Prob­leme ver­sprechen, weil jed­er Men­sch eigene Umstände und Schwierigkeit­en hat. Aber diese Tipps kön­nen Dir einen guten Anhalt­spunkt bieten, was Du im Umgang mit Dein­er Krankheit vielle­icht falsch machst:

 

  1. Ständig ver­suchen alles richtig zu machen.

Viele scheinen zu glauben, dass sie jedem immer alles recht machen müssten, egal ob dem Chef, der Kol­le­gin, den Kindergärt­nern oder dem eige­nen Ehe­mann. Nur so kann es erk­lär­bar sein, dass große Scharen von Frauen es sich zur Gewohn­heit gemacht haben regelmäßig darüber zu rät­seln, ob sie jet­zt alles richtig gemacht haben. Dabei über­schätzen sie sich meis­tens maß­los, denn NIEMAND kann allem immer gerecht wer­den! Sehr oft ver­biegen wir Frauen uns hier­bei sosehr, dass wir am Ende nur noch ein Abklatsch unsere selb­st sind. Mache Dir keine Gedanken darum, was andere von Dir denken, denn meis­tens gib­st Du den anderen viel zu viel Wert. Bleibe Du selb­st, ver­biege Dich nicht!

 

  1. Du willst Dein Leben völ­lig auf den Kopf stellen.

Die Diag­nose zu Dia­betes mel­li­tus wirft manche Frauen völ­lig aus der Bahn. Sie wollen bin­nen kurz­er Zeit ihr Leben völ­lig verän­dern. Ab jet­zt wird Sport gemach, ich esse über­haup­tkeine Süßigkeit­en mehr, melde mich im Fit­nessstu­dio an und werde Veg­e­tari­erin! Du willst Dein bestes „Ich“ wer­den. Doch dies geht meis­tens schief. Denn zu viel Verän­derung auf ein­mal, lassen sich nicht lange durch­hal­ten. Schnell holt Dich Dein altes Leben wieder ein und Du ver­lierst die Moti­va­tion! Tat­säch­lich aber kön­nen wir alle unser Leben nur in kleinen Schrit­ten verän­dern. Wäh­le das richtige Tem­po für dich, damit Deine Seele Dir fol­gen kann.

 

  1. Dia­betes mel­li­tus nicht ernst nehmen.

Manche Frauen ver­drän­gen kör­per­liche Anze­ichen dafür, dass sie Dia­betes haben kön­nten. Kommt dann die Diag­nose ver­drän­gen sie es, sich mit der Krankheit zu beschäfti­gen. Wenn dieser Fall auf Dich zutrifft, dann beste­ht die Gefahr, dass ger­ade durch dieses Ver­hal­ten die Krankheit bei Dir viel schneller voran­schre­it­et, als Du glaub­st. Deine Krankheit ist eine Auf­forderung, Dich mit Dir selb­st zu beschäfti­gen. Ver­schließe nicht die Augen, weil Du weißt, dass ver­drängte Prob­leme immer größer wer­den, je länger man sie ignori­ert. Habe Mut und stelle Dich Deinem Prob­lem!

 

  1. Das Prob­lem aus­sitzen.

Dia­betes mel­li­tus ist keine Erkäl­tung, die nach 14 Tagen von alleine wieder weg geht. Das Gegen­teil ist der Fall. Du kannst die Krankheit nicht aus­sitzen, son­dern musst Dich mit ihr auf eine lange Zeit ein­stellen. Wenn du generell keine Ini­tia­tive zeigst und nichts untern­immst, wird sich Dein Zus­tand solange ver­schlechtern, bis Du reagieren musst! Das willst Du doch nicht oder?

 

  1. An der Krankheit erstick­en.

Es ist gut sich wirk­lich inten­siv um Dia­betes zu küm­mern, doch übertreibe nicht. Rennst du nur noch von einem Arzt zum andern? Sprichst Du mit Deinen Fre­undin­nen nur noch über Krankheit­en? Zu viele Arztbe­suche helfen Dir nicht wirk­lich weit­er, über­mäßiger Tablet­tenkon­sum kann sog­ar ins neg­a­tive umschla­gen. Wer nur noch an seine Krankheit denkt, ver­liert jeden Spaß am Leben. Du bist eine Sonne, höre niemals auf zu scheinen!

 

  1. Unter dem Verzicht lei­den.

Du kennst das: Du bekommst eine große Tafel Schoko­lade geschenkt und „darf­st“ sie nicht essen. Deine Fre­unde trinken noch eine Runde und Du „soll­test“ nicht mehr. Es gibt leck­eren Kuchen und Du „musst“ verzicht­en. Empfind­est Du den Verzicht als ungerecht oder unfair? Lei­dest Du unter dem Verzicht? Nimm das Leben nicht so schw­er, es gibt andere schöne Dinge, die Dir das Leben schenkt. Nimm es nicht per­sön­lich, son­dern finde einen anderen Umgang mit dem bewussten Genuss. Wenn Du die Schoko­lade beim näch­sten mal ganz bewusst isst, schmeckt sie Dir dop­pelt so gut!

 

  1. Zu kri­tisch mit Dir sein.

Du schaust in den Spiegel und bist unzufrieden mit Dir. Du gib­st Dir selb­st „die Schuld“ für die Krankheit. Du fühlst Dich nicht gut genug. Du kannst Dich selb­st nicht lei­den und hast deswe­gen das Gefühl, Du hättest die Krankheit „ver­di­ent“. Das ist totaler Bull­shit! Du bist ein wun­der­bar­er Men­sch und ein Geschenk für die Welt! Sei gnädig mit Dir. Du bist per­fekt wie Du bist! Zu viel Kri­tik macht Dich trau­rig und hand­lung­sun­fähig. Du nimmst Dir selb­st die Kraft, die Du brauchst, um Dein Leben zu einem Meis­ter­w­erk zu machen. Du bist eine Köni­gin, trage die Kro­ne aufrecht und mit Stolz.

 

  1. Dein Umfeld ver­nach­läs­si­gen.

Dein Part­ner lädt Dich zu einem Pick­nick ein, und Du schlägst die Ein­ladung mit der Entschuldigung aus, dass Du krank bist. Deine ganze Fam­i­lie muss Rück­sicht darauf nehmen, dass Du Dia­betes hast: Cola für die Kinder ist ver­boten, dein Mann darf keine Leber­wurst mehr essen und Süßigkeit­en wer­den von Dir ver­teufelt. Auf Deinem Mädelsabend gibt es nur noch „Veg­gies“ und Min­er­al­wass­er. Weist du was? Du nervst! Wenn Du Dich so ver­hältst, dann will nie­mand mehr etwas mit Dir zu tun haben. Auch wenn Deine Krankheit wichtig ist, sie ist nicht der Mit­telpunkt der Welt. Nimm Rück­sicht auf Deine Mit­men­schen, dann nehmen sie auch Rück­sicht auf Dich!

 

  1. Gefährlich­es Halb­wis­sen.

Über die Krankheit Zuck­er ranken viele Mythen und Märchen. Kaum hast Du erwäh­nt, dass Du Zuck­er hast, melden sich sofort 5 Fre­undin­nen, dein Arbeit­skol­lege vom Nach­barstisch und der beste Fre­und deines Part­ners und alle wollen Dich berat­en, denn jed­er hat schon ein­mal etwas über Zuck­er gehört. Alle meinen es gut mit Dir und geben Dir ihre ver­rück­testen Tipps. Tipps, die lei­der oft das Schlecht­este bein­hal­ten, was Du über­haupt tun kön­ntest, weil sie eben nicht von einem kom­pe­ten­ten Experten, son­dern von Men­schen kom­men, die Dich zwar ken­nen, aber den­noch selb­st nicht kom­pe­tent in dieser Hin­sicht sind. Merke Dir bitte: JEDER und JEDE wird Dir helfen wollen. Aber nur die wenig­sten wis­sen auch wirk­lich wovon sie sprechen. Set­ze nicht auf gefährlich­es Halb­wis­sen.